Nach dem Du nun Standort, Spurweite und den passenden Gleisplan gewählt hast, geht es nun an den Grundaufbau der Anlage.
Als erstes benötigst Du einen Rahmen, auf dem dann die Anlage aufgebaut wird.
Für diesen gibt es zwei Möglichkeiten:
Nummer 1 - Wabenrahmen und
Nummer 2 - Diagonalrahmen.
Der Wabenrahmen:
(empfohlenes Rastermaß ca. 500 x 300 mm) besitzt seine Vorteile im günstigeren folgenden
Bereich der Gestaltung und des einfacheren Gleisaufbaus so wie der Verdrahtung.
Der Nachteil dieser Variante liegt im höheren Materialaufwand
und damit verbunden im Gewicht.
Der Diagonalrahmen:
hat seinen wesentlichen Vorteil im geringen Materialaufwand und damit im Gewicht.
Der Nachteil dieses Rahmens liegt hier in der schwierigeren Gestaltung der Anlage,
da Du zu meist mit zusätzliche Stützleisten arbeiten musst.
Außerdem musst Du hier größere Wege bei der Verdrahtung zurück legen.
Grundlegend:
sind beide Rahmentypen bei sachgemäßer Verarbeitung stabil.
Jedoch kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass Rahmengrößen über 2 Meter Länge
und 1,3 Meter Tiefe mit der Zeit instabil werden können (durchhängen), Nachteile beim Transport bringen und
außerdem ist die Körperhaltung beim Erlangen von Gegenständen nicht gerade als Gesund zu betrachten.
Solltest Du im Rahmenbau noch keine Erfahrungen haben, dann lasse den Rahmen
lieber von einem Tischler bauen, denke dabei daran, er ist das Herzstück im Aufbau
der Anlage und bestimmt damit die grundlegende Stabilität dieser.
Hinweis: Ziehe von der gewünschten Rahmengröße cirka 20mm ab, um später
die Anlage noch mit einer Sperrholzverkleidung versehen zu können.
Der Vorteil - die Unterkonstruktion ist nicht mehr zu sehen.
(Bilder der Rahmentypen werden nachgeliefert)
Grundlegendes zum Unterbau:
Egal ob Du Deine Anlage in einem separaten Raum aufbaust, wo diese das ganze Jahr über
stehen bleibt, oder in einem Klappschrank, weil Du sie nur gelegentlich verwendest,
denke bitte an den geeigneten Unterbau.
Die Stützelemente des Rahmens sollten für die jeweilige Aufbauvariante ausreichend sein.
Empfehlung bei Rahmengröße 2 Meter x 1,3 Meter:
Mindestens 4 Stützpunkte, 1/6 der Länge nach innen (rechts und links) und
natürlich vorn und hinten.
(Bild folgt in den nächsten Tagen)
Der nächste Schritt ist die Umsetzung des Gleisplanes auf den nun stabil stehenden Rahmen. Dazu benötigen wir Sperrholz (Stärke mindestens 8mm) und Leisten (30 x 50mm), nicht zu vergessen sind Säge, Leim, Nägel (besser Schrauben) und eine Messlatte.
Zum Erläutern dieses Punktes verwende ich den von mir auf der vorigen Seite vorgestellten Gleisplan.

Wenn Du mit der Maus über die Schriftzüge "Schattenbereich" und "sichtbarer Bereich" fährst, dann werden die dazugehörigen Bereiche im Bild angezeigt. Beim genauen Ansehen kannst Du feststellen, dass die Bahnhöfe übereinander liegen. Daraus ergibt sich nun der weitere Aufbau der Anlage.
Als erstes bauen wir nun die untere Ebene. Die ist im Bild der komplette "Schattenbereich" so wie die rot gekennzeichnet Hauptbahn im "sichtbaren Bereich". Dazu legen wir die erste Sperrholzplatte auf den Rahmen auf. Sollte sie nicht die komplette Größe haben, müssen weitere angesetzt werden (untereinander verbinden!). Nun heften wir diese grob an, um den Gleisplan dieser Ebene aufzutragen.
Dies geht am besten mit einem sehr großen Zirkel, welchen man sich auch selber bauen kann. Gut geeignet ist hierfür auch eine Leiste mit den passenden Bohrungen, auf der einen Seite für einen stark angeschliffenen Nagel und auf der anderen Bohrungen für die Aufnahme eines Bleistiftes (die Radien der Spur für die Bohrungen beachten!). Mit diesen Hilfsmitteln und einem Lineal kannst Du nun den Gleisplan dieser Ebene aufbringen.
Als nächstes kannst Du unbenötigte Flächen durchaussägen entfernen, beachte dabei aber die obere Ebene. Anschließend kannst Du die Sperrholzplatte(n) endgültig befestigen (mit Leim und Nägel oder Schrauben).
Auf die nun so entstandene Ebene bringen wir als nächstes die Gleise auf. Hierfür ist es sehr wichtig, alle Unebenheiten vorher zu entfernen, da diese später Probleme machen werden (eventuell mit Schwingschleifer Stöße verschleifen). Als nächstes solltest Du Dir die Befestigungsmöglichkeiten der Gleise genauer Überlegen, denn im Schattenbereich kann man zum einen kostengünstig mit Nägeln oder aber auch etwas teurer mit Bettung (dafür sehr leise) arbeiten. Bei der Befestigung mit Nägeln sollte man jedoch sehr vorsichtig vorgehen, da eine Verletzung des Gleismaterials später zu Störungen im Zugbetrieb führen wird.
Hinweis: Vorsicht bei der Weichenverbindung Nebenbahn -
eingleisige Hauptbahn
(Gleisplan),
diese müssen beidseitig elektrisch getrennt sein!